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Anläßlich des 55. Jahrestag des Kriegsendes erinnerte der SPD-Kreisverband 2 - längs der Isar an das Schicksal der über 10 Mio. Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, die während der Nazi-Diktatur Frondienste leisten mußten. Die SPD fordert eine schnelle Entschädigung der Opfer. "Dazu müssen endlich alle Firmen, die damals Nutznießer von Zwangsarbeit waren, aus moralischer Verpflichtung ihren Beitrag leisten und in die Stiftung‚ Erinnerung, Verantwortung und Zukunft' einzahlen," erklärte der SPD-Kreisvorsitzende Wolfgang Schulz.
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1. Station: Frankfurter Ring in Freimann 832 Zwangsarbeiter arbeiteten bei der BLW Präzisionsschmiede GmbH Überreichung eines Schreibens an die Geschäftsführungen mit der Aufforderung, ihrer Verantwortung den Opfern gegenüber nachzukommen und in die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" einzuzahlen. |
Thyssen zahlt für Tochterunternehmen BLW
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Bei der BLW Präzisionsschmiede GmbH wurde die SPD vom Geschäftsführer Dr. Klaus Hohenstein und zwei Betriebsratsmitgliedern empfangen. Die GmbH ist Nachfolgerin der Bayerischen Leichtmetallwerke, bei der 832 Zwangsarbeiter arbeiteten. Der Geschäftsführer erklärte, "die Konzernmutter Thyssen-Krupp AG hat als Gründungsmitglied der Stiftung bereits für die BLW wie für alle Töchterunternehmen mit eingezahlt. Das ist bei uns konzernweit geregelt worden." |
Bei der Alfred Kunz GmbH (Hoch- u. Tiefbau) arbeiteten 280 Zwangsarbeiter. Die Firma ist vor Jahren in Konkurs gegangen und jetzt ein Tochterunternehmen der Pegel Bau GmbH, Leipzig/Berlin. Das SPD-Aufforderungsschreiben nahm in Vertretung des verreisten Geschäftsführers die Sekretärin Frau Weiß entgegen. Beide Firmen sind zur Zeit nicht Stiftungsmitglieder. Die SPDler sind gespannt auf die Antwort.
Erinnerungsplakette in der Wörthstraße
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3. Station: Haidhausen |
Post und Bahn gehören (noch) nicht zu Stiftungsmitgliedern
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4. Station: Ostbahnhof Vor dem Ostbahnhof erinnerten die SPDler daran, daß auch die Bahn und die Post noch nicht der Stiftung beigetreten sind, im Gegensatz zum Beispiel zur Lufthansa. Bei beiden Reichsunternehmen waren sehr viele Zwangsarbeiter/innen beschäftigt, teilweise unter sehr schlechten Bedingungen. |
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Monica Lochner-Fischer hält weitere Aktionen für sehr wichtig: |
